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Wie digital ist die Verwaltung?

Diesen Zeitungsartikel haben wir neulich gefunden in der Regensburger Zeitung vom 6. Mai 2022: Mit der Digitalisierung sieht es teilweise noch ziemlich mau aus in Bayern…Wer kann da helfen? Natürlich kompetente Mitarbeiter! Wir starten zum Wintersemester wieder mit unserem Bachelor- Studiengang „Digitale Verwaltung“ in Kooperation mit der Hochschule Hof. Und das allerbeste: Das geht sogar ohne Abitur! Infoabend am 2. Juni 2022. >> Anmeldung

 

 

Artikel aus der Regensburger Zeitung vom 6. Mai 2022:

Digitale Verwaltung
Interaktive Karte zeigt, wie weit die Kommunen bei Online-Angeboten fortgeschritten sind

Von Ralf Müller

München.  Es soll eine Hilfe für den Bürger sein, aber auch für so manche Kommune ein Wink mit dem elektronischen Zaunpfahl: Bayerns Digitalministerin. Judith Gerlach (CSU) hat am Donnerstag in München ein interaktives "Dashboard Digitale Verwaltung" vorgestellt, dass jedem Bürger auf Mausklick anzeigt, wie weit seine Gemeinde oder sein Landkreis bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen vorangekommen ist und welche Dienstleistungen schon erledigt werden können, ohne das Amt aufzusuchen.

Die Digitalministerin machte kein Hehl daraus, dass die elektronische Anzeigetafel auch dazu dient, Digitalmuffel unter den Kommunen publik zu machen: "Konkurrenz belebt das Geschäft." Der Eifer bei den Bemühungen, den Bürgern möglichst viele Gänge zum Amt oder das Hin- und Herschicken von Papier zu ersparen, ist nach dem aktuellen Dashboard-Stand sehr unterschiedlich entwickelt. Unangefochten an der Spitze liegt Nürnberg, wo schon 241 Verwaltungsverfahren online abgewickelt werden können. Auch die Großstädte München (152) und Augsburg (164) sind gut dabei.

Auf der anderen Seite gibt es vor allem in den ländlichen Bereichen noch viele Digitalisierungsmuffel. 50 bayerische Gemeinden böten überhaupt noch keine Leistungen an, die das persönliche Vorsprechen im Amt überflüssig machen, sagte Gerlach. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Die 2000-Einwohner-Gemeinde Valley in Oberbayern beispielsweise bietet bereits 56 digitale Verwaltungsverfahren an. Bis Ende 2022 sollen Bund, Länder und Gemeinden alle Verwaltungsleistungen auch digital anbieten. So will es das Onlinezugangsgesetz (OZG). Bayerns Kommunen haben diese Vorgabe nach Einschät­zung von Digitalministerin Gerlach bisher nur zu 30 Prozent erfüllt.

Oft muss ausgedruckt und unterschrieben werden

Der Freistaat biete den Kommunen daher Förderungen wie etwa das "Förderprogramm Digitales Rathaus" sowie Schulungen wie den Kurs "Digitallotse" für kommunale Verwaltungskräfte an.

Den Bundesgesetzgeber forderte Gerlach auf, sich für das Unterschriftserfordernis bei vielen Verwaltungsvorgängen eine bessere Lösung einfallen zu lassen. Oft müssten Anträge und Erklärungen von den Bürgern ausgedruckt, unterschrieben und dann doch auf dem Postwege abgeschickt werden, was die Nutzerfreundlichkeit der digitalen Verwaltung erheblich ein­schränke.

Link zum Dashboard:

www.stmd.bayern.de/themen/digi­tale-verwaltung/dashboard-digitale-verwaltung/

 

So digital ist Ostbayern

Laut dem Onlinezugangsgesetz (OZG) müssen bis Ende 2022 alle Verwaltungsleistungen in Bund, Ländern und Kommunen auch digital angeboten werden. Auf dem "Dashboard Digitale Verwaltung"- einer interaktiven Übersichtskarte - lässt sich nachsehen, wie viele Dienstleistungen je in den Bezirken, Landkreisen und Gemeinden in Bayern bereits digital angeboten werden. Je dunkler die Darstellung, desto mehr Dienstleistungen sind online verfügbar. In Ostbayern bleibt die Farbe eher hell.

Bei einem Blick auf den Bezirk Niederbayern zeigt die Karte: Null Online-Verfahren. Der Blick wiederum auf die niederbayerischen Landkreise zeigt ein etwas dunkleres - in diesem Fall positiv - Bild. Spitzenreiter bei den Onlineangeboten in Niederbayern ist der Landkreis Passim. Insgesamt sind 78 Online-Verfahren verfügbar. Dicht darauf folgt die Stadt Landshut mit 76 Angeboten, die Bürger online nutzen können.

Die Stadt Straubing landet im Niederbayernvergleich der digitalen Verwaltung auf Platz drei mit 59 Angeboten. Im Landkreis Straubing-Bogen sind jedoch nur 39 Online-Verfahren verfügbar. Weniger gut schneidet in Niederbayern der Landkreis Landshut ab. Nur 23 Vorgänge können dort schon digital erledigt werden. Eine der Gemeinden, die in Niederbayern am schlechtesten dasteht, ist die Gemeinde Ruderting im Landkreis Passau. Nur sechs Verfahren können dort online erledigt werden.

Betrachtet man das Dashboard für den Bezirk Oberpfalz, ist immerhin ein Online-Verfahren verfügbar. Spitzenreiter bei den Landkreisen ist dabei klar Regensburg. Bereits 101 Verfahren können Bürger dort online erledigen. Beim Landratsamt Cham sind es immerhin 78. Beim Landratsamt Tirschenreuth sind es wiederum nur 24 Verfahren. Spitzenreiter beim digitalen Behörden-Angebot der Gemeinden sind in der Oberpfalz die Verwaltungsgemeinschaften Wiesau (Kreis Tirschenreuth) und Falkenstein (Kreis Cham) mit je 57 Angeboten. Unter den Oberpfalz-Schlusslichtern ist die Stadt Furth im Wald (Kreis Cham). Nur sechs Dienste werden dort schon online angeboten. (cm)


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